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Historie


Gemeinde Kröslin
Schulstr. 1
17440 Kröslin
Tel: 038370 20261
Fax: 038370 20260

 
Geschichtliche Entwicklung


Gemeinde Kröslin mit den Ortsteilen Freest, Hollendorf, Karrin und Spandowerhagen

Kröslin

  •  1228 Vermutung der Ersterwähnung des Ortes Kröslin
  •  1302 Verkauf des Dorfes an das Kloster von Eldena durch den Besitzer von Below
  •  1305 Kröslin wurde ein Kirchspiel und Pfarrdorf, durch Trennung der Krösliner Kapelle
     von der Mutterkirche in Wolgast
  •  Ab 1900 Bedeutung der Fischerei wächst zusehends – dadurch sprunghafter Anstieg der  Einwohnerzahl
  •  Hafen und Kleinbahnstrecke zwischen Lubmin und Wolgast über Kröslin war entscheidend
     für wirtschaftliche Entwicklung
  •  Vor der Wende: militärische Nutzung des Hafens / Bedeutung als Umschlaghafen
  •  Nutzung der guten Lage des Hafens für die Erreichtung eines Yachthafens
  •  Bau weiterer Einrichtungen für den Tourismus

Sehenswert in Kröslin ist die gotische Kirche mit dem großen pommerschen Fischerteppich als Altar. Die Gemeinde hat sich besonders durch Baumaßnahmen der Infrastruktur bedeutend verbessert.

Freest

  •  1298 urkundliche Erwähnung
  •  1302 Verkauf des Dorfes an das Kloster von Eldena durch den Besitzer von Below
  •  1628 Niederbrennung von Freest durch die Dänen
  •  Entwicklung der Fischerei durch Wachstum der Bevölkerung

Freest ist durch sein traditionelles Fischerfest bekannt. Der Hafen wurde für die Fischerei komplett umgebaut und ist jetzt einer der modernsten in Vorpommern. Auch die Fischerteppiche macht Freest berühmt. Während der Weltwirtschaftskrise war die Teppichknüpferei eine zusätzliche Einnahmequelle. In der Heimatstube in Freest werden diese Teppiche noch heute hergestellt. Der bekannteste ist der so genannte „Dreifisch“ und ist u.a. in der Heimatstube zu besichtigen.

Hollendorf, Karrin und Spandowerhagen

  •  14. Jahrhundert Ersterwähnung der Ortsteile
  •  Bestand nur aus wenigen Bauernhöfen und wechselten mehrmals die Besitzer
  •  1814 Bewirtschaftung von Karrin und Hollendorf durch Carl Christian Wodrich

In erster Linie hatten diese Orte landwirtschaftliche Bedeutung. Aber auch die Fischerei wurde in Spandowerhagen betrieben. Nach der Wende hatte man umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt, wodurch die Orte wesentlich attraktiver wurden. Heute dienen sie besonders für den Tourismus. Dazu trägt auch der neuen Rad- und Wanderweg entlang der Ostseeküste bei.


Die Krösliner Kirchenglocken
aus "Pommerns Sagenwelt" von Elke Maier, Karl-Ewald Tietz und Adelheid Ulbricht, 1994

Zwischen der Greifswalder Oie und dem Ruden soll es vor vielen, vielen Jahren eine Stadt gegeben haben, die Niniveh oder Vineta hieß. Die Menschen dort waren sehr reich, und das machte sie hochmütig. Eines Tages wollte eine Frau bei einem Spaziergang über einen kleinen Bach gehen. Um trockenen Fußes ans jenseitige Ufer zu gelangen, warf sie ein Brot ins Bachbett und trat darauf. Das verdross den Herrgott so sehr, dass er sieben Jahre lang den Ostwind blasen ließ. Und mit diesen Wind stieg und stieg das Wasser. Bald war alles Land zwischen Thießow und dem pommerschen Festland überschwemmt. Auch die Stadt war in den Fluten versunken. Nur der Ruden blieb zurück.

Später haben Fischer die Glocken der untergegangenen Stadt aus der Tiefe geborgen, sie sollen in den Kirchen von Kröslin und Middelhagen hängen. Man sagt, beide Glocken hätten den gleichen absonderlichen Klang.



 
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