| Geschichtliche
Entwicklung |
Gemeinde Kröslin mit den Ortsteilen Freest, Hollendorf,
Karrin und Spandowerhagen
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| Kröslin |
- 1228 Vermutung der Ersterwähnung des Ortes
Kröslin
- 1302 Verkauf des Dorfes an das Kloster von Eldena
durch den Besitzer von Below
- 1305 Kröslin wurde ein Kirchspiel und Pfarrdorf,
durch Trennung der Krösliner Kapelle
von der Mutterkirche in Wolgast
- Ab 1900 Bedeutung der Fischerei wächst zusehends
– dadurch sprunghafter Anstieg der Einwohnerzahl
- Hafen und Kleinbahnstrecke zwischen Lubmin und
Wolgast über Kröslin war entscheidend
für wirtschaftliche Entwicklung
- Vor der Wende: militärische Nutzung des Hafens
/ Bedeutung als Umschlaghafen
- Nutzung der guten Lage des Hafens für die
Erreichtung eines Yachthafens
- Bau weiterer Einrichtungen für den Tourismus
Sehenswert in Kröslin ist die gotische Kirche mit dem
großen pommerschen Fischerteppich als Altar. Die Gemeinde
hat sich besonders durch Baumaßnahmen der Infrastruktur
bedeutend verbessert.
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| Freest |
- 1298 urkundliche Erwähnung
- 1302 Verkauf des Dorfes an das Kloster von Eldena
durch den Besitzer von Below
- 1628 Niederbrennung von Freest durch die Dänen
- Entwicklung der Fischerei durch Wachstum der Bevölkerung
Freest ist durch sein traditionelles Fischerfest bekannt.
Der Hafen wurde für die Fischerei komplett umgebaut und
ist jetzt einer der modernsten in Vorpommern. Auch die Fischerteppiche
macht Freest berühmt. Während der Weltwirtschaftskrise
war die Teppichknüpferei eine zusätzliche Einnahmequelle.
In der Heimatstube in Freest werden diese Teppiche noch heute
hergestellt. Der bekannteste ist der so genannte „Dreifisch“
und ist u.a. in der Heimatstube zu besichtigen.
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| Hollendorf, Karrin und Spandowerhagen |
- 14. Jahrhundert Ersterwähnung der Ortsteile
- Bestand nur aus wenigen Bauernhöfen und wechselten
mehrmals die Besitzer
- 1814 Bewirtschaftung von Karrin und Hollendorf
durch Carl Christian Wodrich
In erster Linie hatten diese Orte landwirtschaftliche Bedeutung.
Aber auch die Fischerei wurde in Spandowerhagen betrieben.
Nach der Wende hatte man umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt,
wodurch die Orte wesentlich attraktiver wurden. Heute dienen
sie besonders für den Tourismus. Dazu trägt auch
der neuen Rad- und Wanderweg entlang der Ostseeküste
bei.
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Die Krösliner Kirchenglocken
aus "Pommerns Sagenwelt" von Elke Maier, Karl-Ewald
Tietz und Adelheid Ulbricht, 1994 |
Zwischen der Greifswalder Oie und dem Ruden soll es vor vielen,
vielen Jahren eine Stadt gegeben haben, die Niniveh oder Vineta
hieß. Die Menschen dort waren sehr reich, und das machte
sie hochmütig. Eines Tages wollte eine Frau bei einem Spaziergang
über einen kleinen Bach gehen. Um trockenen Fußes
ans jenseitige Ufer zu gelangen, warf sie ein Brot ins Bachbett
und trat darauf. Das verdross den Herrgott so sehr, dass er
sieben Jahre lang den Ostwind blasen ließ. Und mit diesen
Wind stieg und stieg das Wasser. Bald war alles Land zwischen
Thießow und dem pommerschen Festland überschwemmt.
Auch die Stadt war in den Fluten versunken. Nur der Ruden blieb
zurück.
Später haben Fischer die Glocken der untergegangenen Stadt
aus der Tiefe geborgen, sie sollen in den Kirchen von Kröslin
und Middelhagen hängen. Man sagt, beide Glocken hätten
den gleichen absonderlichen Klang. |